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Lebenswelt 2019/2020

Bürgerschaftliche Engagement

Bürgerschaftliches Engagement

„Ja, der Studie nach engagiert sich jeder Zweite in Deutschland freiwillig.“, das sagte Holger Krimmer, ein Autor der Zivis Survey 2017 in einem Interview mit dem Manager-Magazin. Durch diese Aussage sieht man, das bürgerschaftliches Engagement in unserer Gesellschaft eine zunehmend größere Rolle spielt, da sich immer mehr Menschen freiwillig engagieren. Doch was heißt bürgerschaftliches Engagement eigentlich genau? Als bürgerschaftliches Engagement bezeichnet man eine freiwillige Hilfeleistung, welche ohne Erwartung einer Gegenleistung, zur Verbesserung und Unterstützung der Gesellschaft, erbracht wird. Es kann im Umweltschutz, Menschenrechts oder in anderen karitativen Organisationen, aber auch bei Privatpersonen geleistet werden. Bürgerschaftliches Engagement bedeutet, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, für gemeinsame Ziele einen praktischen Aufwand von Zeit, Geld oder Sachmitteln aufzubringen und freiwillig ohne Erwartung einer Gegenleistung etwas Gutes für sich und vor allem für die Gesellschaft zu tun.

Die Engagierten können durch dieses Engagement den Staat auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen und ihn anregen, etwas zu tun. Dabei sollen sie aber nie professionelle Kräfte ersetzen, da dies schnell zu Ausbeutung führt. Außerdem ist das ehrenamtliche Engagement eine Stütze für die freie Gesellschaft. Jeder hat dadurch die Möglichkeit, die Umwelt mitzugestalten und zu verbessern. All das schafft Transparenz und stellt den Nutzen des bürgerschaftlichen Engagements für die Gesellschaft dar. Aber nicht nur die Gesellschaft zieht einen großen Nutzen aus der ehrenamtlichen Hilfeleistung, auch Engagierte profitieren davon. Beispielsweise kann man durch ein Engagement neue Kontakte knüpfen, wodurch sogar Freundschaften oder andere positive Beziehungen entstehen können. Zusätzlich qualifiziert man seine eigenen Fähigkeiten weiter. Neben diesen Aspekten kann ein Engagement auch zur eigenen Selbstfindung beitragen, denn oftmals lernt man seine Stärken und Schwächen dadurch besser kennen oder findet in dem Engagement gleichzeitig ein Hobby, welches eigene Talente und Fähigkeiten untermauert und dabei auch noch Spaß macht. Dazu kann man etwas bewegen, die Gesellschaft mitgestalten und evtl. auch politische Veränderungen herbeiführen, dies kann z. B. durch Demonstrationen oder andere Veranstaltungen ermöglicht werden.

Neben all diesen positiven Aspekten gibt es natürlich trotzdem sogenannte „Stolpersteine“ oder Nachteile, welche beim bürgerschaftlichen Engagement auftreten können und beachtet werden müssen. Zum einen übernehmen Helfer häufig Aufgaben, welche der Staat erledigen muss. Darauf sollte man bei seinem Engagement achten, denn es ist nicht Aufgabe des Engagierten, dem Staat die Arbeit abzunehmen. Helfer sollen den Staat vielmehr auf Missstände aufmerksam machen, anstatt sie stillschweigend selber zu lösen. Zum anderen nähert sich manches Ehrenamt sehr nah an den Arbeitsmarkt an. Wenn beispielsweise 1-Euro-Jobber neben Engagierten arbeiten, werden vielleicht lieber Ehrenamtliche genommen, weil man diese nicht bezahlen muss. Dadurch kommt es zur Ausbeutung der freiwilligen Helfer. Außerdem sollten Ehrenamtliche keine Aufgaben ausgebildeter Fachkräfte übernehmen, denn dadurch sinkt zum einen die Wertschätzung der professionellen Kräfte und zum anderen kann die Unprofessionalität der Helfer nicht nur zu Schäden bei dem, welchem geholfen wird, sondern auch des Helfers führen. Dieser Fall könnte z. B. auftreten, wenn man mit schwer erziehbaren Jugendlichen arbeitet.

Im dem Kurs „Lebenswelt“ bekommt man die Möglichkeit, sich im schulischen Rahmen bürgerschaftlich zu engagieren. Im letzten Jahr habe ich einen Einblick davon bekommen und mein Engagement hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte einige Fähigkeiten verbessern und habe viel dazu gelernt. Abschließend kann man sagen, dass der Kurs „Lebenswelt“ die Möglichkeit bietet, erste Erfahrungen mit Engagement zu sammeln und sich auch persönlich weiterzuentwickeln. Im neuen Schuljahr freue ich mich daher schon auf mein neues Engagement.

M. (Klasse 10)

Lebenswelt – Erfahrungen 2019/20

Ich war während meines Lebenswelt-Jahres im Kindergarten. Ein tolles Erlebnis war, als wir alle zusammen ein herbstfest vorbereitet haben. Wir haben gebastelt und es war irgendwie familiär – zumindest stelle ich mir so eine Familie mit Geschwistern vor (ich bin Einzelkind). Davor waren wir im Wald und haben Kastanien gesammelt. Die Kinder haben gespielt und wir hatten viel Spaß – wir haben zusammen gelacht und ich habe mich geborgen gefühlt.
C. (Klasse 9)

Ich würde den Kurs „Lebenswelt“ weiterempfehlen, weil ich viele neue Erfahrungen sammeln konnte. Mir hat der Umgang mit den Kindern viel Spaß gemacht und ich konnte auch an mir selbst arbeiten; zum Beispiel bin ich geduldiger geworden.
Das beste Erlebnis in der Einsatzstelle war für mich das tanzen mit den Kindern. Wenn wir in den Kindergarten kamen, freuten die Kinder sich sehr, uns zu sehen. Überhaupt hatten die Kinder so eine positive Ausstrahlung …
J. (Klasse 9)

Eines meiner Lieblingsereignisse im betreuten Wohnen mit behinderten Kindern und Jugendlichen war, dass ein Kind, bei dem ich dachte, dass es mich nicht mag, zu mir kam und mich umarmt hat. Ab da hat es sich immer gefreut, wenn ich da war und versucht, mit mir zu spielen.
K. (Klasse 9)

Während meiner Zeit des Engagements im Kindergarten habe ich sehr viele Erfahrungen gemacht, jedoch hat mich ein Erlebnis besonders gefreut: Als ich einmal dort war, hat sich ein Kind sehr unangemessen verhalten und ich habe es ausgeschimpft, woraufhin es sich entschuldigt hat und es nie wieder gemacht hat. Diese Erfahrung, dass ein Kind etwas von mir gelernt hat, also, dass etwas falsch ist und sich dann sofort entschuldigt hat, hat mich sehr gefreut, weil ich dem Kind etwas mitgeben konnte.
I. (Klasse 9)

Das tollste Ereignis war, als meine Ansprechpartnerin mich mit zum Seniorensport genommen hat. Alle Senioren saßen im Kreis und haben Gymnastikübungen gemacht – und jeder hat so gut mitgemacht, wie er oder sie konnte, obwohl es schwierig war. Das hat mich sehr motiviert, weil ich gesehen habe, dass auch Senioren so begeisterungsfähig sein können.
F. (Klasse 9)

Als wir unser Engagement im Kindergarten durchgeführt haben, gab es einen Jungen, der mir jedes Mal aufs Neue eine Freude bereitet hat. Wenn er uns durch den Kindergarten führte, stellte er uns bei allen neugierigen Kindern als seine Freunde vor. Das fand ich so süß und aufgeschlossen, dass ich mich gleich wohl gefühlt habe :-)
A. (Klasse 10)

Durch das Engagement im Seniorenzentrum haben sich meine Kompetenzen gestärkt. Ich bin kommunikativer und selbstbewusster geworden. Da es oft Mitarbeitermangel gab, war es für mich umso schöner zu helfen, weil meine Arbeit geschätzt wurde und sich sowohl die Mitarbeiten als auch die Senioren gefreut haben, wenn ich kam. Der Leiter hat mir sogar seinen Hund vorgestellt … Durch die netten und offenen Mitarbeiter hatte ich jedes Mal Motivation und Freude. Ich würde auf jeden Fall weiter empfehlen, sich im Seniorenheim zu engagieren, weil ältere Menschen viel erlebt haben und einem Ratschläge mitgeben können. Sie sind sehr offen und berichten auch von lustigen Situationen oder Geschehnissen aus ihrer Kindheit. Mir hat meine Chancenpartnerin aber auch z.B. erzählt, dass sie gerne reisen würde und die Welt entdecken möchte.
A. (Klasse 10)

Dieses Jahr fand ich meine Chancenpartner besonders gut, da sie schon älter sind und dadurch viele Erfahrungen gemacht haben. Dadurch konnte ich mich sehr gut mit ihnen unterhalten. Auch, wenn das vielleicht nichts Besonderes ist, war es mein schönstes Erlebnis. Die beiden Frauen haben mir von ihrer Familie erzählt und auch davon, wie es war, als sie in meinem Alter waren. Gerade das fand ich interessant zu hören, weil ich es mit meinem Leben vergleichen konnte und manches besser nachvollziehen konnte.
J. (Klasse 10)