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Bilder sagen mehr als tausend Worte


Graffiti an Schulgebäuden sind im Allgemeinen der Albtraum eines jeden Direktors. Nicht so am Christian-Wolff-Gymnasium in Halle-Neustadt. Dort wurde vor kurzem ein Projekt ins Leben gerufen, das 17 Schüler an diese Sprühtechnik heranführt. Einerseits sollte die Außenfassade der Einrichtung verschönert werden, andererseits wollte man den Gymnasiasten die Gelegenheit bieten, sich legal an dieser Kunstrichtung zu versuchen. Die Arbeitsgruppe wurde anläßlich der vom 15. bis zum 19. Januar stattfindenden Projektwoche gebildet, wird aber auch in Zukunft weiter bestehen.



„Ich wollte dieses Jahr etwas Neues ausprobieren. Die Graffitikunst bot sich an, da sie sowieso zum Unterrichtsstoff gehört und ich mit einem ehemaligen Schüler in Kontakt stehe, der professioneller Sprayer für Auftragsarbeiten ist“, sagt Projektleiterin Bettina Krüger. Mit dieser Idee gelang es ihr und ihrer Kollegin Gerda Zeiner zweifellos, die Schüler zu begeistern. Im Laufe einer Woche brachten sie unter anderem die Schulinitialen, Flaggen der am Christian-Wolff-Gymnasium angebotenen Fremdsprachen sowie eine Friedenstaube auf die Wände des Schulgebäudes. „Mir hat es nicht nur riesig Spaß gemacht, ich konnte auch wichtige Erfahrungen für meinen späteren Traumberuf als Grafikdesigner sammeln“, sagt der 13-jährige Clemens Bauersachs. Seine Mitschülerin Julia Kretzsch sieht noch einen weiteren Vorteil: „Unser Projekt ist das einzige mit einer gewissen Beständigkeit. Es kann nicht einfach in einer Schublade verschwinden“. Frau Krüger und ihre Kollegin Frau Zeiner bewundern insbesondere den Fleiß professioneller Sprayer: „Die Künstler müssen sehr gut und sicher zeichnen können, um die großen Wandbilder herzustellen. Bemerkenswert ist dabei ihre intensive Beschäftigung mit den Buchstaben sowie die zeit- und arbeitsintensive Vorbereitung der Entwürfe und Hintergründe“.





Das Geld für die Farben stammt von den Schülern und ihren Familien selbst, außerdem gab der Förderverein eine große Summe dazu. Desweiteren spendeten auch die Lehrer mit großem Engagement. Immerhin soll es schon bald weitergehen. „Wir haben sowohl Entwürfe für die Vorderseite des Hauptgebäudes als auch für die Turnhalle angefertigt und dürfen diese mit Einwilligung unserer Direktorin, Frau Doktor Goldberg, auch umsetzen“, sagt die 14-Jährige Jennifer Raue und ergänzt: „Wenn man einmal angefangen hat, will man gar nicht mehr damit aufhören, obwohl das Sprühen sogar Muskelkater verursacht“. Befürchtungen, dass ihre Schützlinge von jetzt an auf illegalem Weg ihre Umgebung „verschönern“, hat Frau Krüger nicht. „Schließlich haben wir während des Projektes auch über die Schäden von unsinnigen Schmierereien gesprochen“. Unterstützt wird diese Maßnahme von der Tatsache, dass die Gymnasiasten selbst Opfer von Schmierfinken geworden sind.
„Unsere Arbeiten wurden bereits kurz nach Beendigung der ersten Bilder beschädigt. So etwas ist feige und macht mich wütend“, sagt Jennifer.
Dennoch sind die Arbeiten mehr als nur ansehnlich. Zum Beweis eine kleine Kollektion dieser, mitsamt der vornehmlich weiblichen Künstlergruppe:





Im Original von: Lydia Cysluk (Gymnasium Landsberg)
Bildmaterial von: B. Krüger