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Deutsch-Französische Begegnung

Gedenkstättenfahrt

Nun ist es fast soweit: am 17.Mai wird in den Archiven der Ardèche in Privas (Frankreich) eine Ausstellung eröffnet, zu derem Erfolg Schüler der Klassenstufe 9/10 unseres Hauses einen Beitrag geleistet haben. Französische Gymnasiasten aus dem Lycée Vincent d’Indy und deutsche Schüler erforschten gemeinsam die Schicksale von Personen, deren Lebenswege sich in der Ardèche gekreuzt haben. Fundstücke und Dokumente aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, welche in den Archiven aufbewahrt und jetzt zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt wurden, bildeten den Ausgangspunkt. Auf deutscher Seite erkundeten die Schüler das Leben der jüdischen Bankiersfamilie Kroch, insbesondere von Leonore Amalie Kroch, die, in Halle geboren und aufgewachsen, auf der Flucht vor den Nazis in dieser Region eine zeitweilige Zuflucht gefunden hatte.
Die Biographie von Ernst Altnau, einem deutschen Kriegsgefangenen in der Ardèche, bildete einen zweiten Schwerpunkt der Forschung. Die Familie Altnau, in Mitteldeutschland zu Hause, ermöglichte uns Einblicke in das Leben und die Haltung ihres Vaters und Großvaters. Geprägt von schlimmen Kriegserfahrungen als junger Mann, setzte er sich schon während der Gefangenschaft für ein friedliches, respektvolles Miteinander von Deutschen und Franzosen ein. Er vermittelte seinen Kindern die Achtung vor dem Leben und seine tief empfundene Dankbarkeit für die französische Familie Raphanel, die ihn nicht als deutschen Soldaten, als einen Feind betrachtet, sondern ihn als jungen Menschen und später als Freund ihrer Familie angesehen haben.

Auf der Teletandem-Plattform des DFJW lernten sich alle etwas kennen, vermittelten einen Einblick in ihre Welt. Zur Vorbereitung der Begegnung waren auch neue Wörter und Wendungen gefragt. Deren Gebrauch erwies sich beim Skypen als schwierig, es machte aber allen Beteiligten riesigen Spaß. Im Verlaufe der Projektwoche wurden weitere Grundlagen für die in Berlin geplante Begegnung gelegt, Briefe verfasst, E-Mails geschrieben, Vokabellisten aktualisiert. Die Deutsche Bank unterstützte unsere Projektwoche mit einer Spende. Erste Ergebnisse lagen vor und die Vorfreude auf die Fahrt wuchs.

Eine aufregende Woche in der Jugendherberge beginnt. Mit Zuversicht und viel Engagement stürzen sich alle in die gemeinsame Arbeit. Das Programm ist vollgepackt. Eine Vielzahl von Gedächtnisorten und Gedenkstätten warten.
Alle Arbeitsgruppen haben festgelegte Aufgaben. Die Diskussionen werden lebhaft, auch mit Händen und Füßen geführt. Interessante Führungen, z.B. in der Ausstellung „Stille Helden“ und im Jüdischen Museum geben die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Schicksal der Verfolgten des Nazi-Regimes zu beschäftigen. Allen Beteiligten geht das Ausmaß der Schikanen gegen jüdische Mitbürger nahe, aber sie sind auch beeindruckt von der Vielzahl von Hilfeleistungen für Verfolgte, vom Mut, den Retter in diesen schwierigen Zeiten aufbringen. Die Erlebnisse dieser Woche fließen nun in die Gestaltung der Ausstellung ein, deren Fertigstellung jetzt ansteht.
Die Landeszentrale für politische Bildung und das DFJW fördern unser Vorhaben finanziell in erheblichem Maße.