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Vorzeit Start als Gymnasium 1991-2000 ab 2001

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Start als Gymnasium

Nach dem Fall der Berliner Mauer und der wiedererlangten deutschen Einheit wurde auch das Schulsystem der ehemaligen DDR umfassend reformiert. Dabei wurde aus der ehemaligen 5. POS wahrscheinlich aufgrund ihrer fremdsprachlichen Orientierung (Russischunterricht ab dem dritten Schuljahr) und aufgrund ihrer guten Lage in einem Schulkomplex ein Gymnasium. Herr Lutz Feudel wurde als Schulleiter und Frau Gudrun Dietz als Stellvertreterin berufen.
Da die Schule nun eine neue Leitung besaß, musste auch ein neuer Name her. Man entschied sich nach einem längeren Entscheidungsfindungsprozess für den Namen des halleschen Aufklärers Christian Wolff.

Die erste Zeit in dieser neuen Phase gestaltete sich recht aufregend, so kannte Herr Feudel von vielen Lehrerinnen und Lehrern des von ihm ausgesuchten Kollegiums lediglich den Namen. Völliges Neuland betrat auch Frau Dietz bei der Erstellung der Einsatz- und Stundenplanung. Insbesondere war das Einarbeiten in die Modalitäten des Kurssystems eine echte Herausforderung. Frau Sabine Vater, die seit 1991 als Koordinatorin und Lehrerin fungiert - durfte sich bis Juni des Jahres ebenso in die neue Materie einarbeiten. Für sie stand es an, ebenfalls ohne genaue Kenntnisse oder konkrete Angaben die Klassenzusammensetzung für die ehemalige 5. POS zu erarbeiten. Weiterhin war sie neben dieser stressigen Aufgabe auch für die Schulbuchbestellung verantwortlich. Trotz dieser zwei anspruchsvollen Aufgaben und charakterlicher Eigenschaften, die man mit temparamentvoll umschreiben könnte, gelang dies vortrefflich, weswegen Frau Vater für eine Koordinatorenstelle vorgeschlagen wurde und dieses Amt seitdem bekleidet.

Herr Feudel und sein 42-köpfiges Team hatten einen mehr als turbulenten Start. In der Zeit der Eröffnung des Gymnasiums wurden wie so oft auch Bauarbeiten durchgeführt, welche unter anderem das Einreißen der Trennwände zwischen der Fünften und Sechsten POS (der Grundschule) beinhaltete. Durch eine Panne in der Zeitplanung wurden die Eltern am Elternabend für 19.00 statt für 19.30 Uhr bestellt, so dass die Klassenlehrer eher zufällig zugeteilt wurden.

Am ersten Schultag trafen sich insgesamt 627 Schüler/innen und ihre verantwortlichen Klassenlehrer mangels anderer Möglichkeiten auf dem großen Pausenhof der Schule und mussten eigenständig zu ihren mit großen Hinweis-Schildern ausgestatteten Klassen finden - ein System, das sich auf Dauer allerdings bewährte. In den folgenden zwei Klassenleiterstunden lernten sich alle erst einmal etwas kennen und erfuhren schließlich nur den Stundenplan des nächsten Tages, da ein kompletter noch nicht fertiggestellt wurde, weil die Verantwortlichen um Frau Dietz und Frau Vater Anfang der 90er mangels weitreichender Computerisierung auf HHS (Hirnmasse, Handarbeit und Stift) zurückgreifen mussten.
Ebenso wurde in den "Gründerjahren" noch recht unkonventionell mit dem Begriff Vertretungsplan umgegangen, der, wie man ihn in heutiger Form kennt, noch nicht existierte. Übertrieben dargestellt, den Marktschreiern gleich handelten die Lehrer untereinander aus, wer für wen wann einspringen könnte, in der ersten Schulwoche wurde bei den Aufsichten ebenso verfahren.
Die nächste Neuerung betraf die Schulräume. Früher waren die Klassenzimmer fachspezifisch benannt - beispielsweise "Deutsch" oder "Geschichte" -, was in eine dreistellige Nummer geändert wurde, die gleichzeitig die Lage des Raums im Schulgebäude aufzeigt. So befindet sich Raum 303 in der dritten Etage, des Südflügels in der Mitte. Auch andere Nummern änderten sich: das Zensurensystem wurde um die Note 6 erweitert und die Kursstufen-Schüler mussten ab dem zweiten Halbjahr völlig umdenken und sich an das Punkte-System gewöhnen.

Bis zum 1. Oktober des Jahres 1991 verlief alles zunächst in geordneten Bahnen, bis ER kam: unser erster "Westimport", Herr Rüdiger Engels. Jung-dynamische Lehrer aus den alten Bundesländern wurden (wie in der alten Chronikversion bereits schön beschrieben) den Versteigerungen des englischen Auktionshauses Sotherby's gleich per Zuruf an die einzelnen Schulen verteilt. 3, 2, 1, unser, obwohl dieser Ausspruch aus einem anderen großen Auktionshause stammt. Die erste "Ming Vase" unserer Schule sollte dann ab dem Schuljahr 92/93 neben seiner normalen Lehrertätigkeit als Koordinator für außerunterrichtliche Angelegenheiten aktiv werden. Die Vase hat bis heute noch keinen Sprung und ist weiter in Benutzung.